Druckregler für die Endprüfung von Drucksensoren|Kürzere Prüftaktzeiten und langfristig stabiler Betrieb
Kürzere Prüftaktzeiten bei der Serienprüfung von Drucksensoren durch kontinuierliche Regelung nach dem Nadelventilprinzip
Bei der Endprüfung von Drucksensoren für Fahrzeuge, Industrieausrüstung und Medizingeräte in der Serienfertigung kann ein Druckregler nach dem Nadelventilprinzip eingesetzt werden. Er vereint schnelle Druckbeaufschlagung mit geringem Überschwingen. Zu erwarten sind kürzere Prüftaktzeiten, effizientere Prüfungen bei steigendem und fallendem Druck sowie ein langfristig stabiler Betrieb.
Übersicht
Herausforderung
Die Magnetventiltechnik unterliegt konstruktionsbedingten Einschränkungen, die zusammen mit dem Prüfaufwand bei Druckerhöhung und Druckminderung eine Verkürzung der Taktzeit in der Serienfertigung erschweren. Hinzu kommt, dass die begrenzte Haltbarkeit der Magnetventiltechnik zu steigenden Instandhaltungskosten führt und die stabile Produktion beeinträchtigt.
Lösung
Die kontinuierliche Durchflussregelung nach dem Nadelventilprinzip vereint schnelle Druckbeaufschlagung mit geringem Überschwingen. Die langlebige Konstruktion senkt zudem den Wartungsaufwand und trägt so zu einer stabilen Produktion bei.
Erwarteter Nutzen
Zu erwarten sind kürzere Prüftaktzeiten, effizientere Prüfungen bei steigendem und fallendem Druck sowie ein langfristig stabiler Betrieb.

Yokogawa Test & Measurement Corporation
Yokogawa Test & Measurement Corporation ist das Unternehmen innerhalb der Yokogawa Electric Gruppe, das für das Geschäft mit Messgeräten verantwortlich ist. Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt ein breites Spektrum an Präzisionsmesstechnik – darunter Oszilloskope, Leistungsanalysatoren, Datenerfassungssysteme, optische Kommunikationsmessgeräte und Druckmessgeräte. Die Yokogawa Electric Gruppe verfügt über mehr als 100 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Bereitstellung von Präzisionsmessgeräten. Auch im Bereich der Druckmesstechnik hat das Unternehmen über viele Jahre hinweg Technologie aufgebaut und eine Druckmess-Plattform entwickelt, die auf der eigenentwickelten Silizium-Resonanzsensor-Technologie basiert. Neben dem MT300 bietet das Unternehmen unter anderem den Druckkalibrator CA700 und den Druckregler MC300 an. Durch diese Produktpalette – vom Labor bis zum Feld – unterstützt Yokogawa die Druckmessanforderungen seiner Kunden.
Druckregler für die Endprüfung von Drucksensoren
Drucksensoren sind in den unterschiedlichsten Geräten verbaut, etwa in Fahrzeugen, in Industrieausrüstung und in Medizingeräten. Je nach Messprinzip und Anwendung unterscheiden sie sich in Eigenschaften wie Messbereich, Genauigkeit, Ansprechverhalten und Hysterese. In Serie gefertigte Drucksensoren erfordern daher eine Leistungsbewertung und Endprüfung, die auf ihre jeweiligen Eigenschaften abgestimmt sind.
Der Druckregler MC300 beaufschlagt den zu prüfenden Drucksensor schnell und stabil mit dem vorgegebenen Druck und unterstützt so die Endprüfung in der Serienfertigung. Über den integrierten Sensor lässt sich der Ausgangsdruck in Echtzeit überwachen. In Kombination mit der geteilten Ausgabe und der Auto-Step-Funktion können die Prüfschritte bei Druckerhöhung und Druckminderung automatisiert werden.

Herausforderungen bei der Endprüfung von Drucksensoren
Vor dem Hintergrund der Elektrifizierung von Fahrzeugen, der IoT-Vernetzung von Industrieausrüstung und der zunehmenden Leistungsfähigkeit von Medizingeräten werden Drucksensoren in immer mehr Geräten eingesetzt. In der Serienfertigung gilt es, die Prüfzeit pro Einheit zu verkürzen, dabei die vorgeschriebene Genauigkeit und Wiederholbarkeit sicherzustellen und zugleich einen stabilen Betrieb der Anlagen aufrechtzuerhalten. Leistung und Haltbarkeit des im Prüfprozess eingesetzten Druckerzeugers sind wichtige Faktoren, die Prüftaktzeit, Datenzuverlässigkeit und Instandhaltungskosten maßgeblich beeinflussen.
Zeit bis zum Erreichen des Solldrucks und Stabilität
Bei der Serienprüfung hängt die Taktzeit nicht nur davon ab, wie schnell der Solldruck erreicht wird, sondern auch davon, wie lange es nach Erreichen des Solldrucks dauert, bis sich der Druck stabilisiert hat. Verbleibt ein zu hoher Druck, verlängert sich die Wartezeit bis zur Stabilisierung, was die Prüfeffizienz beeinträchtigt.
Zielkonflikt zwischen Geschwindigkeit und Stabilität
Herkömmliche Druckregler mit Magnetventiltechnik regeln den Druck durch schnelles Öffnen und Schließen des Ventils. Bei dieser Konstruktion entsteht leicht ein Zielkonflikt: Eine höhere Geschwindigkeit verstärkt das Überschwingen, während eine stärkere Gewichtung der Stabilität das Ansprechverhalten verlangsamt. Dies steht einer Verkürzung der Taktzeit im Weg.
Prüfaufwand bei Druckerhöhung und Druckminderung
Bei der Leistungsbewertung von Drucksensoren müssen Hysterese und Ansprechverhalten nicht nur bei Druckerhöhung, sondern auch bei Druckminderung geprüft werden. Werden die einzelnen Schritte der Druckerhöhung und Druckminderung manuell oder in einzelnen Bedienschritten wiederholt, entsteht in der Serienprüfung ein hoher Arbeitsaufwand.
Haltbarkeit und Wartungsaufwand der Magnetventiltechnik
Da das Ventil bei der Magnetventiltechnik wiederholt öffnet und schließt, wird im Langzeitbetrieb der Wartungsaufwand durch Bauteilverschleiß zum Problem. Auf Produktionslinien drohen dadurch steigende Instandhaltungskosten und Beeinträchtigungen der stabilen Produktion.
Lösung mit dem Druckregler MC300

Gleichmäßiger Druckaufbau bis zum Solldruck
Der MC300 verwendet ein Nadelventil-Servoventil, das den Luftdurchfluss über die Position einer motorgetriebenen Nadel kontinuierlich anpasst. Da kein schnelles Öffnen und Schließen des Ventils erforderlich ist, wird der Durchfluss bei Annäherung an den Solldruck fein geregelt. So erreicht er den Solldruck in kurzer Zeit bei geringem Überschwingen. Unter typischen Bedingungen wird eine Ansprechzeit von höchstens 5 Sekunden erreicht. Damit löst er den für die Magnetventiltechnik typischen Zielkonflikt zwischen Geschwindigkeit und Stabilität bereits durch sein Funktionsprinzip auf.
Relative Ausgangsgenauigkeit von ±0,04 %
Durch die Kombination aus der Messung mit dem Silizium-Resonanzsensor und der Nadelventilregelung erreicht der MC300 eine relative Ausgangsgenauigkeit von ±0,04 %. Dank geringer Hysterese sowie Linearität und Wiederholbarkeit liefert er eine stabile Druckreferenz, mit der sich Leistungsunterschiede zwischen einzelnen Sensoren auch bei wiederholten Prüfungen unter identischen Bedingungen in der Serienfertigung korrekt bewerten lassen. Diese Genauigkeit bleibt für die gesamte Dauer der Genauigkeitsgarantie von 12 Monaten erhalten.
Geteilte Ausgabe und Auto-Step-Funktion
Der Zieldruck wird entsprechend dem Vollausschlag des Prüflings festgelegt und eine beliebige Teilungsanzahl vorgegeben. Aufwärts- und Abwärtsschritte lassen sich anschließend mit einem einzigen Tastendruck ausführen. Mit der Auto-Step-Funktion wird die schrittweise Druckausgabe nach Vorgabe einer Intervallzeit automatisch fortgesetzt. Da sich so der Prüfprozess bei Druckerhöhung und Druckminderung automatisieren lässt, trägt die Funktion dazu bei, den Arbeitsaufwand durch manuelle Tätigkeiten und einzelne Bedienschritte zu verringern.
Langlebige Nadelventilkonstruktion
Da das Nadelventilprinzip auf einer kontinuierlichen Positionsanpassung ohne schnelle Öffnungs- und Schließvorgänge beruht, ist der Bauteilverschleiß konstruktionsbedingt gering, und der Betrieb bleibt über lange Zeit stabil. Auch in Umgebungen mit langen Betriebszeiten wie Serienproduktionslinien lässt sich die Häufigkeit von Reparaturen und Wartungsarbeiten infolge von Ventilverschleiß leichter begrenzen. Das trägt zur Senkung der Lebenszykluskosten bei.
Erwartete Vorteile durch den Einsatz des MC300
Durch den Einsatz des MC300 lassen sich folgende Vorteile erwarten.
Kürzere Prüftaktzeiten
Da das Nadelventilprinzip schnelle Druckbeaufschlagung mit geringem Überschwingen vereint, verkürzt sich die Zeit vom Erreichen des Solldrucks bis zur Stabilisierung. Eine kürzere Prüfzeit pro Einheit ist zu erwarten. Dieser Effekt kann unmittelbar zur Steigerung der Produktivität der Produktionslinie beitragen.
Effizientere Prüfungen bei steigendem und fallendem Druck
Mit der geteilten Ausgabe und der Auto-Step-Funktion lassen sich beliebige Druckpunkte automatisch nacheinander anfahren. Durch die Automatisierung der Prüfung bei Druckerhöhung und Druckminderung sinken der Aufwand für einzelne Bedienschritte und die Belastung der Bediener. Dadurch dürfte die Prüfeffizienz steigen.
Sofortige Stabilitätsbeurteilung
Dank der Echtzeitanzeige des Ausgangsdrucks über den integrierten Sensor und der Komparatorausgabe erkennen Bediener und Prüfeinrichtungen sofort, wann der Solldruck erreicht und stabil ist. Schwankungen der Wartezeit bis zur Stabilisierung werden verringert, was die Zuverlässigkeit der Prüfergebnisse erhöhen kann.
Langfristig stabiler Betrieb und geringerer Wartungsaufwand
Mit der langlebigen Konstruktion nach dem Nadelventilprinzip und der stabilen Genauigkeit über die gesamte Dauer der Genauigkeitsgarantie von 12 Monaten kann der MC300 die Anforderungen an einen langfristig stabilen Betrieb in der Serienfertigung erfüllen. Bei regelmäßiger Kalibrierung ist ein dauerhaft stabiler Einsatz möglich, was eine Senkung der Lebenszykluskosten erwarten lässt.
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MC300 Druckregler
Der Druckregler MC300 ist ein hochpräziser Druckregler, der mit dem von Yokogawa Test & Measurement eigenentwickelten Silizium-Resonanzsensor und einem Nadelventil-Servoventil ausgestattet ist. Mit einer relativen Ausgangsgenauigkeit von ±0,04 % und einer Genauigkeitsgarantie von 12 Monaten bietet er langfristig stabile Druckregelung. Der MC300 wird in zahlreichen Prozessen eingesetzt, die eine präzise Druckregelung erfordern – von der Produktionslinienprüfung von Drucksensoren und Pneumatikkomponenten über Konformitätsprüfungen von Blutdruckmessgeräten und Dichtheitsprüfungen von Gehäusen bis hin zur Kalibrierung von Differenzdruck- und Druckmessumformern.
Über Yokogawa Test & Measurement Corporation

Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von Präzisionsmesslösungen
Yokogawa Test & Measurement Corporation ist das Unternehmen innerhalb der Yokogawa Electric Gruppe, das für das Geschäft mit Messgeräten verantwortlich ist. Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt ein breites Spektrum an Präzisionsmesstechnik – darunter Oszilloskope, Leistungsanalysatoren, Datenerfassungssysteme, optische Kommunikationsmessgeräte und Druckmessgeräte.
Die Yokogawa Electric Gruppe verfügt über mehr als 100 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Bereitstellung von Präzisionsmessgeräten. Auch im Bereich der Druckmesstechnik hat das Unternehmen über viele Jahre hinweg Technologie aufgebaut und eine Druckmess-Plattform entwickelt, die auf der eigenentwickelten Silizium-Resonanzsensor-Technologie basiert. Neben dem MT300 bietet das Unternehmen unter anderem den Druckkalibrator CA700 und den Druckregler MC300 an. Durch diese Produktpalette – vom Labor bis zum Feld – unterstützt Yokogawa die Druckmessanforderungen seiner Kunden.
| Ausstellername | Yokogawa Test & Measurement Corporation |
|---|---|
| Adresse | Keio Hachioji Myojincho Building, 4-9-8 Myojincho, Hachioji-shi, Tokyo 192-8566, Japan |
| Gründung | July, 1954 |
| URL | https://tmi.yokogawa.com/ |
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